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Vogelbeobachtung in Botswana

Botswana ist ein wahres Paradies sowohl für leidenschaftliche Vogelkundler als auch für sporadische Vogelbeobachter. Mit über 550 verzeichneten Arten hast du in Botswana die einzigartige Gelegenheit, den ein oder anderen Vogel zu entdecken, der noch auf deiner Liste fehlt.

Zumal einige der Vögel, die in Botswana häufig vorkommen, anderswo eher selten zu finden sind. Zusammen mit einer wunderschönen Naturkulisse findest du hier alle Zutaten für ein unvergleichliches Vogelbeobachtungsabenteuer.

Kormoran fliegt über das Wasser in Botswana

Was ist die beste Jahreszeit zur Vogelbeobachtung in Botswana

Die grüne Saison der Zugvögel

Botswana bietet dir das ganze Jahr über hervorragende Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung.

Wenn du zeitlich flexibel bist, empfehlen wir dir, in der sogenannten „grünen Saison“ zwischen November und April nach Botswana zu reisen. In dieser Zeit kehren die Zugvögel nach Botswana zurück. Dann herrscht nicht nur ein reges Treiben, auch das Gefieder vieler Vögel ist zu dieser Zeit am spektakulärsten.

Botswanas Vogelbeobachtungs-Hotspots

In Botswana gibt es viele exzellente Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. In den Parks im Norden des Landes gibt es permanente Wasserquellen, die einige außergewöhnliche Vogelarten anlocken. Einige dieser Arten kannst du anderswo nur selten sichten, wohingegen sie hier häufig zu finden sind.

Im Kontrast hierzu steht der trockene Süden, der für seine vielen Greifvögel bekannt ist. Hier herrscht ein raues Klima, das dennoch voller Leben ist. Und wenn der Regen kommt, wird das Gebiet noch lebendiger.

Es fiel uns sehr schwer, für die folgende Liste einen Vogel pro Vogelbeobachtungs-Highlight auszuwählen. Wir haben da wohl eine Debatte in unserem Büro angestoßen, die zum jetzigen Zeitpunkt des Schreibens noch andauert. Und dennoch, hier ist sie, die Liste von Vogelarten, nach denen du in Botswanas wichtigsten Nationalparks und Wildtierregionen Ausschau halten solltest:

LISTE DER VÖGEL IN BOTSWANA

Afrikanischer Scherenschnabel

Chobe Nationalpark

Der Chobe bietet viele fantastische Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung, aber es ist der Flug des Afrikanischen Scherenschnabel, der die Schau stiehlt. In vielen anderen Teilen der Welt nur selten zu sehen, findest du diese Vögel im Chobe Nationalpark oft in großen Schwärmen von 20 bis 100 auf einem Fleck.

Wenn du über die ruhigen Gewässer blickst, kannst du beobachten, wie diese schwarzweißen Vögel mit ihren charakteristischen orangefarbenen Schnäbeln mit gelber Spitze so nah über der Wasseroberfläche fliegen, dass ihre Flügel nahezu das Wasser berühren.

Ihr Unterkiefer ist viel länger als ihr Oberkiefer und läuft am Ende spitz zu. Das sieht seltsam aus, ist aber funktionell. Wenn sie knapp über der Wasseroberfläche fliegen, tauchen sie ihren Unterkiefer in das Wasser ein und erzeugen so einen Sog.

Sobald sie einen kleinen Fisch erbeutet haben, schließen sie schnell ihren Schnabel, bevor sie sich über einen weiteren erfolgreichen Fang freuen.

Braunkehlreiher

Moremi Wildreservat

Obwohl nicht endemisch in Botswana, kommt der Braunkehlreiher nahezu ausschließlich in Botswana vor. Außer im Großraum des Okavango Deltas und in Teilen des südlichen Sambias, wirst du diesem seltenen Vogel wahrscheinlich nicht begegnen. Braunkehlreiher werden als gefährdet eingestuft, die größte Bedrohung, der sie ausgesetzt sind, ist der Verlust von Lebensräumen.

Eine heißbegehrte Sichtung! In der Moremi Region sind deine Chancen, den Braunkehlreiher zu entdecken, recht hoch.

Ursprünglich wurde angenommen, dass es sich um eine Farbvariation des häufiger vorkommenden Glockenreihers handelt. Doch dann zeigten Untersuchungen der Morphologie, des Lebensraums und der Ernährungsweise signifikante Unterschiede zwischen den zwei Arten auf.

Zum Beispiel breitet der Braunkehlreiher bei der Nahrungssuche seine Flügel nicht schirmartig aus. Darüber hinaus ernährt sich dieser Vogel hauptsächlich von kleinen Fischen, während die Nahrung des Glockenreihers aus Fröschen, Schnecken und anderen wirbellosen Tieren besteht. Glockenreiher jagen sogar Libellen und andere Insekten.

Riesentrappe

Savuti Region

Nicht viele Vögel können von sich behaupten, dass ihr aktueller Name von einem früheren SeTswana Namen abstammt. Und es gibt auch nur einen Vogel, der sich damit rühmen kann, der Nationalvogel Botswanas zu sein. Beide Ehren fallen der Riesentrappe, Englisch auch Kori Bustard genannt (oder Kgori in SeTswana), zu.

Die Riesentrappe trägt einen weiteren stolzen Titel, und zwar, dass sie der größte und schwerste Flugvogel der Welt ist. Zugegebenermaßen erfordert es ein wenig Anlauf und beträchtliche Anstrengung, bis die Riesentrappe abhebt, aber das ist für große Flugzeuge nicht anders.

Interessant ist die Beziehung zwischen der Riesentrappe und den Karminspinten in der Savuti Region. Mit etwas Glück kannst du beobachten, wie die Karminspinten die Rücken der Riesentrappen als Mitfahrgelegenheit benutzen.

Karminspinten ernähren sich von Insekten, die von der durch Gras oder Sumpf wandernden Riesentrappe aufgeschreckt werden und halten dafür wiederum Ausschau nach Raubtieren.

Riesentrappe in Botswana

Die Riesentrappe ist nicht nur der Nationalvogel Botswanas, sondern auch der schwerste flugfähige Vogel der Welt, im Gegensatz zum Strauß, der an Land lebt.

Bindenfischeule

Okavango Delta

Ein Vogel, der jeden eingefleischten Vogelbeobachter gleichermaßen begeistert, ist die seltene Bindenfischeule. Diese Eule ist eine der nur drei Arten von Fischeulen, die weltweit vorkommen.

Fischeulen ernähren sich fast ausschließlich von Fisch, weshalb sie normalerweise in der Nähe von Flüssen und permanenten Wasserquellen zu finden sind, wie es auch im Okavango Delta der Fall ist.

Fischeulen sind eine der größten Eulenarten und fliegen im Gegensatz zu anderen Eulen nicht lautlos. Warum sollten sie auch, es ist nicht so, dass die Fische hören würden, wenn sie sich nähern.

Vielleicht hast du Glück, auf deiner nächsten Safari im Okavango Delta eine Bindenfischeule auf einen ahnungslosen Fisch herabstürzen zu hören.

Zwergflamingo

Makgadikgadi Pan & Nxai Pan Nationalparks

Wenn du die Bilder der trockenen Makgadikgadi and Nxai Pans kennst, kommt dir das womöglich als eine seltsame Wahl vor. Doch dank der Regenfälle während der grünen Jahreszeit kann sich die Makgadikgadi Pfanne mit Wasser füllen und Tiere anlocken, die du hier wahrscheinlich nie erwarten würdest.

Du kannst dich auf ein regelrechtes Spektakel gefasst machen: Während der grünen Jahreszeit kommen über zehntausend, manchmal sogar hunderttausende, Zwergflamingos in das Sowa und Nata Sanctuary, um sich zu vermehren und von den mikroskopisch kleinen Algen zu ernähren.

Die Salzpfannen sind einer der wenigen verlässlichen und optimalen Brutstätten für Zwergflamingos und Rosaflamingos in Afrika und gelten deswegen als außerordentlich wichtiger Lebensraum.

Das Erscheinen der Flamingos ist sehr wetterabhängig, so dass es schwierig ist, genau vorherzusagen, wann die Flamingos ankommen. Wenn du dieses beeindruckende Ereignis miterleben möchtest, kannst du dir die Monate von November bis April in deinem Kalender vormerken und uns für eine Buchung kontaktieren.

Kleiner Flamingo Botswana Vogel

Während der grünen Jahreszeit in Botswana verwandeln sich die Makgadikgadi Pans in ein Flamingo-Paradies. Zehntausende von Zwergflamingos versammeln sich hier zum Brüten.

Gaukler

Central Kalahari Game Reserve

Das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) bietet das ganze Jahr über fantastische Vogelbeobachtungen. Der Park ist in der Vogelwelt besonders für eines berühmt: Greifvögel.

Die hohe Anzahl kleiner Beutetiere bietet reichlich Nahrung für die Greifvögel, von denen nur wenige so schön sind wie der Gaukler. Mit seinem glänzenden schwarzen Fell mit grauen und braunen Akzenten, dem roten Gesicht und einem sehr kurzen Schwanz, ist er einer der auffälligsten Adler und wird häufig im CKGR gesichtet.

Der Name „Gaukler“ bezieht sich wahrscheinlich auf den akrobatischen Flugstil der Vögel. Die Gaukler schaukeln ihre Flügel beim Gleiten hin und her als wären sie Seiltänzer, die versuchen ihr Gleichgewicht zu halten.

Ohrengeier

Kgalagadi Transfrontier Park

Überleben in der rauen Kgalagadi ist keine leichte Aufgabe. Das gilt auch für die Vogelwelt. Doch einige Vögel sind wie für diese Umgebung gemacht, sie bevorzugen die Trockensavanne und die weiten Ebenen mit ihren vereinzelten Bäumen.

Der Ohrengeier ist einer dieser Vögel. Mit einer Flügelspannweite von 2,5 bis 2,9 m sind sie eine der mächtigsten und aggressivsten Spezies der Afrikanischen Geier, und auch ihre Größe ist beeindruckend.

Mit seinen ikonischen Hautlappen im Gesicht, die aussehen wie Ohren, ist der Geier auf sein Sehvermögen und nicht auf seinen Geruchssinn angewiesen, um Nahrung zu finden. Und der Ohrengeier hat ein beeindruckendes Sehvermögen! Die Vögel können winzige Details in der Landschaft aus beachtlicher Entfernung erblicken.

Doch leider ist diese bemerkenswerte Fähigkeit nicht nur ein Vorteil für die Tiere. In den letzten Jahren haben Wilderer Ohrengeier vergiftet, weil das Kreisen der Geier über einem toten Tier Park-Ranger auf Wilderei aufmerksam machen kann.

Ohrengeier sind weltweit als gefährdet („vulnerable") eingestuft; die Kgalagadi ist einer der besten Orte, um diese beeindruckenden Vögel zu erleben.

Eisvogel auf einem Zweig in Botswana
UNSER EXPERTENTIPP

MIT EINEM MOKORO KOMMT MAN DER NATUR NÄHER, ALS MAN ES SICH JE HÄTTE TRÄUMEN LASSEN.

Eines der schönsten Erlebnisse auf deiner Reise ist es, die vielfältige Vogelwelt Botswanas von einem Mokoro aus zu beobachten.

Während du lautlos über das Wasser gleitest, kannst du den Vögeln ganz nah kommen und wirst kaum bemerkt. Ein wunderschönes Erlebnis.

Giraffe
Reiseexpertin
Seerose

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