Botswanas Tierwelt
Botswana ist bekannt als eines der besten Reiseziele für Tierbeobachtungen in ganz Afrika. Botswanas Tierwelt ist wahrlich beeindruckend und dank der vielen unterschiedlichen Landschaften kannst du hier auf einer Safari eine enorme Vielfalt von Tieren entdecken.
Die wasserreichen Parks im Norden weisen eine enorme Dichte an Tieren auf, während die trockene Kalahari im Süden von der Fähigkeit der Natur zeugt, selbst die widrigsten Bedingungen zu überleben.
Die wilden Tiere Botswanas
Jeder Nationalpark in Botswana und jedes einzelne Schutzgebiet hat etwas anderes zu bieten. Es gibt einige Tiere, die du in mehreren Parks entdecken kannst. Und dann gibt es andere Arten, die regelrechte Aushängeschilder für bestimmte Parks oder Gebiete sind und diese damit zu etwas ganz Besonderem machen.
Hier sind einige unsere Favoriten, sortiert danach, in welchem Park oder Gebiet sie besonders häufig zu finden sind:
Afrikanischer Elefant
Chobe Nationalpark
Gab es jemals einen Zweifel? Wenn es je ein Geschöpf gab, das für den Chobe Nationalpark steht, ist es der Elefant.
Mit geschätzt 12.000 Elefanten, die in der Chobe Region zu Hause sind, gilt es als das Gebiet mit der höchsten Elefantendichte der Welt. Kein Wunder also, dass der Chobe Nationalpark auch als „Das Land der Riesen“ bezeichnet wird.
Auch wenn Elefanten hier das ganze Jahr über leben, sind die trockenen Wintermonate die beste Zeit, um diese sanften Riesen zu erleben. Zu dieser Zeit befinden sich die meisten Elefanten im Park.
Es gibt nichts Schöneres, als auf einer Bootssafari im Chobe zu sein und die riesigen Elefantenherden zu bewundern, die zum Trinken, Schwimmen und Spielen ans Flussufer kommen.
Afrikanischer Wildhund
Moremi Wildreservat
Das Moremi Game Reserve ist einer der besten Orte in ganz Afrika, um den Afrikanischen Wildhund zu sehen.
Diese vom Aussterben bedrohte Art, die einst häufig auf dem Kontinent zu bewundern war, ist heute in nur noch wenigen Ländern zu finden. Zum Glück ist Botswana eines dieser Länder. Genau genommen beheimatet Botswana sogar etwa 30% der Afrikanischen Wildhund Population der Welt.
Einer der Gründe, warum sich die Wildhunde insbesondere im Moremi Game Reserve so wohlfühlen, ist, dass sie hier genügend Platz haben, zwischen dem Game Reserve und angrenzenden Privatkonzessionen herumzustreifen.
Dank dieses riesigen Lebensraumes und der Tatsache, dass die Tiere immer in Bewegung sind, kann es schwierig sein, auf Safari Wildhunde zu entdecken. Im Moremi Game Reserve hast du dennoch sehr gute Chancen.
Elefanten-jagende Löwen
Savuti Region
Die Natur passt sich ständig an – und ein bestimmtes Löwenrudel in der Savuti-Region hat das eindrucksvoll gezeigt, als es begann, ausgewachsene Elefanten zu jagen. Zwar haben Löwen auch anderswo schon junge oder verletzte Elefanten gerissen, doch das waren eher Gelegenheiten, die sich spontan ergeben haben.
Als das große Löwenrudel vom Savuti begann, ausgewachsene, gesunde Elefanten zu jagen, waren zuerst alle überrascht .
Auch wenn es sicherlich kein Anblick für schwache Nerven ist, so muss man bedenken, dass die Löwen ihren Modus Operandi angepasst haben und größere Beute jagen mussten, um zu überleben.
Als Klimaveränderungen dazu führten, dass die meisten Beutetiere der Löwen die Region verließen, mussten die Tiere sich an diese neue Realität anpassen. Mit der Rückkehr leichter zu jagender Beute sind die Fälle, in denen die Löwen Elefanten jagen, wieder seltener geworden.
Doch im Savuti gibt es noch immer Elefantenjäger und mit viel Glück kannst du ein solches Schauspiel selbst erleben, wenn du die Region besuchst.
Flusspferd
Okavango Delta
Wenn du an das Okavango Delta denkst, gibt es ein Tier, das dir schneller in den Sinn kommt als das Flusspferd?
Ob in den Wasserstraßen, Überschwemmungsgebieten oder Sümpfen, auf deinen Reisen durch das Delta wirst du diesem tollpatschigen und verschrobenen Tier sicherlich begegnen, oder sein „Grunzen“ bei einem Sundowner hören.
Flusspferde lieben es, die warmen Tagesstunden in den kühlen Gewässern des Deltas zu verbringen. Dies liegt daran, dass ihre Haut sehr empfindlich auf Sonnenlicht reagiert und sie leicht einen Sonnenbrand bekommen können.
Und doch, irgendwann müssen sie das Wasser verlassen und an Land gehen.
Und was die Tiere als nächstes machen, ist wirklich genial: Sie produzieren ihre eigene Sonnencreme. Nilpferde scheiden eine ölige, rote Substanz aus, die sie nicht nur vor Sonnenstrahlen schützt, sondern gleichzeitig auch als Feuchtigkeitsspender dient.
Wer hätte gedacht, dass Flusspferde ihre eigenen natürlichen Hautpflegeprodukte herstellen?
Steppenzebra
Makgadikgadi Pan & Nxai Pan Nationalparks
Das Steppenzebra ist das Nationaltier Botswanas. Das allein sollte schon Grund genug dafür sein, warum es auf dieser Liste auftaucht. Aber die Zebras von Botswana haben noch viel mehr zu bieten.
Nämlich die längste Migration in ganz Afrika. Seit im Jahr 2006 bestimmte Wildschutzzäune entfernt wurden, sind Botswanas Zebras auf Achse.
Während der nassen (grünen) Jahreszeit wandern tausende von Zebras von der Chobe Region hinunter in die Nxai Pfannen, wo sie normalerweise Ende Dezember ankommen. Dort lassen sie sich frische grüne Gräser schmecken, bevor es dann Ende Februar, Anfang März wieder zurück in den Norden geht.
Ähnlich und doch unabhängig von dieser Migration wandern jedes Jahr tausende von Zebras vom Okavango Delta und Moremi zu den Makgadikgadi Pans. Sie kommen normalerweise etwas früher am Ziel an (da sie weniger Strecke zurücklegen müssen).
Diese geheime Migration in Botswana bietet hervorragende Tierbeobachtungen in der Nebensaison!
Gepard
Central Kalahari Game Reserve
Stell dir eine weite, flache Landschaft vor, bedeckt mit braunem Gras und vereinzelten Akazien auf jahrhundertealten Dünen. Das ist die Kulisse des wasserarmen Central Kalahari Game Reserve.
Eine raue Umgebung, aber eine Umgebung mit ausgezeichneten Bedingungen für den Gepard. Die geringe Dichte an Raubtieren und die große Anzahl an Pflanzenfressern wie Springböcken machen dies zu einem der besten Orte, um das schnellste Landtier der Welt zu sehen.
Aufgrund des Verlusts an natürlichem Lebensraum und der Zunahme von menschlichen Eingriffen in die Natur ist die Zahl von Geparden in freier Wildbahn so weit zurückgegangen, dass sie heute als gefährdet gelten.
Doch in der Zentralkalahari kannst du diese eleganten Jäger noch immer bewundern.
Leopard
Kgalagadi Transfrontier Park
In der trockenen Kalahari musst du ein paar Tricks auf Lager haben, um zu überleben. Die Leoparden der Kalahari haben ein paar solcher Tricks, weswegen sie sich im trockenen Kgalagadi Transfrontier Park so wohlfühlen.
Die Tatsache, dass Leoparden kein Wasser trinken müssen sondern zur Not von der Feuchtigkeit, die sie von ihrer Beute bekommen, überleben können, ist an sich schon beeindruckend.
Noch dazu zeigen die Leoparden des Kgalagadi Transfrontier Parks, dass sie auch nicht besonders wählerisch hinsichtlich ihrer Nahrung sind - ein weiterer strategischer Vorteil.
Die Kalahari Leoparden ernähren sich von über 20 verschiedenen Tierarten, von Mäusen bis hin zu großen Antilopen. Halte vor allem rund um die Kameldornbäume deine Augen offen, mit etwas Glück kannst du einen Leoparden in der Kgalagadi entdecken.
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